Landwirtschaft

Ökologische Finanzreform in der Landwirtschaft

Seit dem Beginn einer Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa in den fünfziger Jahren konnte die Produktivität in der Landwirtschaft enorm gesteigert werden. Mit der Intensivierung der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen gingen und gehen jedoch bis heute beträchtliche negative Umweltwirkungen einher, die von der Belastung von Böden und Gewässern mit Stickstoffverbindungen und Pflanzenschutzmitteln über Bodenerosion bis hin zu erheblichen Beiträgen zum Treibhauseffekt und zum Rückgang der biologischen Vielfalt reichen. Sie werden durch verschiedene finanzpolitische Maßnahmen in der Agrarpolitik noch verstärkt, weshalb die Forderung nach einer Integration umweltpolitischer Ziele in die Agrarpolitik mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Dies rührt v. a. aus der Erkenntnis, dass in der Agrarsubventionspolitik ökologischen Aspekten oft keine hinreichende Bedeutung beigemessen wird und dass ökologische Bestrebungen in Teilbereichen sogar konterkariert werden. Nach Veröffentlichung der Subventionsempfänger im Jahr 2009 wurde deutlich, dass vor allem große Unternehmen - und nicht in erster Linie heimische Kleinbauern - von den Geldern profitieren.

Die Erörterung praxisnaher und am bisherigen System orientierter Möglichkeiten zur Ökologisierung der Agrarfinanzpolitik liegt daher im Blickfeld des FÖS. Unter anderem schlagen wir neben der Abschaffung der umweltschädlichen Subventionen eine Abgabe auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel vor.


FÖS-Veröffentlichungen

FÖS (2013): Ökonomische Instrumente für eine Senkung des Fleischkonsums in Deutschland

FÖS/ NABU/ Georg-Louisoder-Umweltstiftung (2004): Ökologische Finanzreform in der Landwirtschaft


Veröffentlichungen anderer